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Die 7 größten Abnehm-Lügen

Die 7 größten Abnehm-Lügen

Quelle: fitogram.de

Mythos 1

Die Fettverbrennung setzt nach 30 Minuten ein! 

Falsch! Die Fettverbrennung hält sich nicht an die 30-Minuten-Regel, die viele noch aus dem Sportunterricht kennen. Richtig ist, dass der Körper allgemein v.a. Fett und Kohlenhydrate zur Energiegewinnung heranzieht - nicht nur während sportlicher Aktivität!

Die Zusammensetzung ändert sich je nach Aktivität sowie deren Art und Dauer. Die gute Nachricht ist, dass der Körper bereits nach der ersten Minute Fett und Glukose verbrennt.

Im Zuge der andauernden Anstrengung nimmt die Fettverbrennung proportional gesehen dann tatsächlich zu. Die Glukosespeicher leeren sich, der Körper "schaltet" auf Fettverbrennung um.

Mythos 2

Bauchtraining lässt Bauchfett schmilzen!

Auch wenn es gut klingt: bei der Idee einer gezielten Fettabnahme ist wohl der Wunsch der Vater des Gedanken. Der Körper baut Fett nämlich zunächst dort ab, wo er es am wenigsten benötigt, um das eigene Überleben zu sichern.

Dass der menschliche Körper so funktioniert, hat evolutionäre Gründe. Fettdepots übernehmen wichtige Funktionen im Körper. Sie sind nicht nur „gespeicherte Energie“, sondern fungieren als natürliche Isolationsschicht und Schutz.

Die Verteilung von Fettgewebe unterscheidet sich bei Frauen und Männern - und das „Schema des Fettabbaus“ genauso. In diesem Zusammenhang wird oft von der männlichen „Apfelform“ und der weiblichen „Birnenform“ gesprochen.

Dahinter verbirgt sich, dass sich das Fett bei Männern am hartnäckigsten im Rückenbereich sowie um die Taille herum und bei Frauen in Form der oft beklagten Fettpolster im Bereich „Hüfte, Beine, Po“ hält.

Die beste Methode, Fett abzubauen, besteht dementsprechend in der kontinuierlichen und behutsamen Beibehaltung eines leichten Kaloriendefizits – mittels guter Ernährung sowie Bewegung – bis der Körper auf die jeweiligen Fettdepots zugreift. Auch das intermittierende Fasten erzielt gute Ergebnisse.

Mythos 3

Durch Sport kann Fett in Muskelmasse umgewandelt werden!

Sorry! Aber Fett ist Fett und Muskel ist Muskel. Genauer gesagt: Muskeln bestehen aus Proteinen, also Eiweiß. Richtiges Training verbrennt Fett und setzt Anreize für das Muskelwachstum.

Die Vorstellung einer "eins-zu-eins" Umtauschfunktion von Fett- und Muskelmasse gehört leider in das Reich der Legenden.


Mythos 4

Ausdauertraining ist der beste Fettkiller!

Die Gleichung, dass Krafttraining nur für den Muskelaufbau geeignet sei und Ausdauertraining die einzige Möglichkeit darstelle, Fett zu verbrennen, geht so nicht auf.

Mittlerweile wird richtig betriebenes Krafttraining für alle Menschen empfohlen, unabhängig von Geschlecht und Alter. Krafttraining hat viele gesundheitliche Vorteile.

Muskeln verbrauchen im Gegensatz zu Fett alleine durch ihr Vorhandensein Kalorien, sodass die Zunahme an Muskelmasse den Grundumsatz und somit den Kalorienverbrauch des Körpers steigert. Als besonders wirksam erweist sich die Kombination von Kraft- und Ausdauersportelementen im Sinne eines hochintensiven Trainings.

Mythos 5

Morgens Kaiser, abends Bettelmann!

Dieses Sprichwort empfiehlt ein reichhaltiges Frühstück und ein zurückhaltendes Abendessen.

Die Ergebnisse einer im Nutrition Journal veröffentlichten Studie zeigen, dass dies genau der falsche Rat sein könnte. Laut Forschern könnte eine einfache Möglichkeit zum Abnehmen darin bestehen, die Frühstückskalorien zu reduzieren. Oftmals können schon kleine Veränderungen die gewünschten Effekte herbeiführen.

Mythos 6

Saft ist gesund!

So einfach ist es leider nicht. Natürlich enthält Saft viele wichtige Vitamine und Mineralstoffe und kann so die Gesundheit fördern. Allerdings haben 100 ml Orangensaft genauso viel Zucker wie ein Glas Cola (10 g). Eine Flasche Saft (1 Liter) kann mit rund 500 kcal nicht gerade als kalorienarm gelten. Saft sollte nicht als Frucht- oder Gemüseersatz, sondern bewusst konsumiert werden.

Mythos 7

Die Fettverbrennung endet mit der Belastung!

Der Effekt, der diesen Mythos entkräftet, wird auch „Nachbrenneffekt“ genannt. Diese Phase, die nach der sportlichen Aktivität einsetzt, wurde in Studien bis zu 38 Stunden nach der eigentlichen Anstrengung nachgewiesen.

Diese Zeit ist durch einen erhöhten Energieverbrauch gekennzeichnet. Ursachen des Nachbrenneffekts (EPOC) sind die vorangegangene Beanspruchung sowie vom Körper eingeleitete Regenerationsprozesse.

Besonders durch Verzicht von Kohlenhydraten nach dem Training kann der Nachbrenneffekt im Sinne der Gewichtsabnahme eingesetzt werden. Für Sportler, deren Augenmerk auf der Leistungssteigerung liegt, erweist sich die Auffüllung der Glukosespeicher nach dem dem Training wiederum als sinnvoll.


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